
In einem Schreiben an die Ministerpräsidentin Frau Kramp-Karrenbauer und den Fraktionsvorsitzenden der SPD Herrn Maas mahnen die Eltern bei den Gesprächen um die Bildung einer Koalition mehr Qualität von Unterricht und Lernen an.
Die Landeselterninitiative für Bildung wirft der Landesregierung vor, kurz vor der Debatte zum Landeshaushalt 2012 im Landtag bei den Bildungsausgaben mit ihrem eigenen, am 29. November vorgestellten saarländischen Bildungsfinanzbericht getäuscht zu haben. Der Bericht übertünche, dass das Saarland bei Investitionen in die Bildung und hinsichtlich des Bildungsstands seiner Bevölkerung erheblichen Nachholbedarf habe. Das zeige der zwei Tage später (am 1.12.2011, während der Landtagsdebatte) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Kultusministerkonferenz vom Statistischen Bundesamt veröffentlichte Bildungsfinanzbericht 2011.
Die Landeselterninitiative für Bildung hat die Bestimmungen über Aufgaben und Bildungsziele sowie pädagogisches Konzept der Verordnung begrüßt. Doch haben wir in Übereinstimmung mit den Landeselternvertretungen Erweiterte Realschulen und Gesamtschulen erhebliche Zweifel, dass die Schulen, vor allem die Erweiterten Realschulen, die Vorgaben in der Zeit und unter den bestehenden Rahmenbedingungen leisten können.
Die Landeselterninitiative für Bildung gratuliert Bildungsminister Kessler zu seinem ganz persönlichen Erfolg einer Strukturentscheidung für die saarländische Schullandschaft. Es sei aber auch nur eine Strukturentscheidung gefallen, teilte die Initiative mit. Zu bedauern sei, dass der Landtag mit der Verabschiedung des Gesetzespakets trotz der Argumente von Organisationen in der Anhörung des Bildungsausschusses keinen Meilenstein für die Qualität von Unterricht und Lernen an den neuen Gemeinschaftsschulen gesetzt habe.
Die Landeselterninitiative für Bildung hat mit Blick auf das Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC die Äußerung von Bildungsminister Kessler, die durch den demographischen Wandel frei werdenden Mittel im Bildungssystem zu lassen und sie nicht preiszugeben, ausdrücklich begrüßt und mit der Forderung an die Regierung verbunden, nicht wortbrüchig zu werden. Das Saarland muss sich in der Bildung aus der Abstiegszone nach oben bewegen, nur dann kann es den Strukturwandel schaffen und sich entwickeln.